ICH BIN MEINE MUTTER
- Fr 23.10.2026 19:30 Premiere
- Sa 24.10.2026 19:30
Die Mutter von Andreas Schertenleib ist 95. Sie ist die letzte lebende Zeugin einer Familiengeschichte, über die lange geschwiegen wurde. Bald wird niemand mehr erzählen können. Also beginnt Andreas zu fragen: Nach seiner Grossmutter, die mit 49 Jahren in der Psychiatrie starb. Nach seinem Grossvater, den seine Mutter als Kind hasste. Nach dem Schweigen, das in seiner Familie von Generation zu Generation weitergegeben wurde - und das er von sich selbst kennt.
Auf der Bühne ringt Andreas mit diesem Erbe. Er zitiert aus Briefen und aus dem Lebenslauf seiner Mutter. Er schlüpft in die Figuren seiner Grosseltern, gibt der schweigenden Grossmutter eine Stimme und spielt, was gewesen sein könnte. Ein leerer Stuhl steht für die Mutter auf der Bühne. Sie ist nicht da und doch dabei – sie kommentiert das Geschehen und darf sagen, was erzählt werden darf und was nicht.
Die Inszenierung von Ueli Blum verwebt die dokumentarische, die fiktive und die philosophische Ebene zu einem Erzähltheaterabend, der persönlich, direkt, humorvoll und tiefgründig ist.


Text, Spiel
Andreas Schertenleib
Co-Autorin
Rosmarie Schertenleib
Dramaturgie, Regie
Ueli Blum
Ausstattung
Valérie Soland
Musik
Anna Murphy
Licht
Martin Brun
Grafik, Fotos
Urs Amiet
Produktion
Schertenleib&Seele
Sprache
Dialekt, Deutsch
Dauer
75 Minuten ohne Pause
Eine Koproduktion mit Neues Theater,
im Studio